Albumin
Magen- und DarmgesundheitDas häufigste Protein im Blutplasma, produziert von der Leber.
Im Zusammenhang mit den Nieren können niedrige Werte im Blut auf einen Proteinverlust durch geschädigte Nieren hinweisen, während das Vorhandensein von Albumin im Urin (Albuminurie) ein wichtiger Marker für Nierenschäden ist.
Warum das wichtig ist
Niedriges Albumin kann frühe Veränderungen in der Nierenfunktion, der Lebergesundheit oder im Ernährungsstatus signalisieren. Frühe Anzeichen können milde Schwellungen in den Knöcheln oder Bauch, am Morgen geschwollene Augen oder schaumigen Urin umfassen. Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Proteinaufnahme und allgemeine Gesundheit können den Albuminspiegel beeinflussen.
Wie dieser Wert mit anderen zusammenhängt
- Niedriges Albumin in Verbindung mit erhöhtem Bilirubin und steigendem Fibrosere-Score (FIB-4) deutet auf eine nachlassende Fähigkeit der Leber zur Proteinsynthese hin (Verschlechterung einer Leberzirrhose). Niedriges Albumin in Kombination mit Eiweiß im Urin, Ödemen und hohem Cholesterinspiegel spricht für ein nephrotisches Syndrom (eine Nierenerkrankung) – korreliert mit dem Kreatininwert. Niedriges Albumin in Verbindung mit hohem hs-CRP und erhöhter Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) spiegelt eine aktive Entzündung wider und ist kein Hinweis auf ein tatsächliches Syntheseversagen (der Körper senkt den Albuminspiegel bei Entzündungen). Das Albumin/Globulin-Verhältnis (A/G-Verhältnis) sinkt frühzeitig bei monoklonalen Gammopathien (abnorme Plasmazellen, die nur einen Antikörpertyp produzieren) – bei niedrigem A/G-Verhältnis und positivem Immunfixations-/Immunotypisierungsbefund sollte eine Plasmazellerkrankung wie das multiple Myelom in Betracht gezogen werden.
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