Aspartat-Aminotransferase
Magen- und DarmgesundheitAuch bekannt als: ASAT, AST, GOT, Glutamat-Oxalacetat-Transaminase
Ein Enzym, das in Leber, Herz, Muskulatur und anderen Geweben vorkommt.
Obwohl weniger leberspezifisch als ALAT, deuten erhöhte Werte oft auf Leberschäden hin, wenn auch andere Lebermarker auffällig sind.
Warum das wichtig ist
Erhöhte ASAT-Werte können als Frühwarnzeichen für Probleme mit Leber, Herz oder Muskeln dienen. Der Vergleich von ASAT- und ALAT-Werten hilft, die wahrscheinlichste Quelle der Organschädigung zu identifizieren. Sind beide erhöht, ist eher von Leberproblemen auszugehen, während eine isolierte ASAT-Erhöhung auf Herz- oder Muskelprobleme hinweisen kann. Lebensstilfaktoren wie Alkoholkonsum, Intensität der körperlichen Aktivität und allgemeine Gesundheit können die ASAT-Werte beeinflussen.
Die Überwachung von ASAT liefert Einblicke in frühe Gewebeveränderungen und kann dabei helfen, den Lebensstil zur Unterstützung von Leber-, Herz- und Muskelgesundheit anzupassen.
Wie dieser Wert mit anderen zusammenhängt
- Erhöhte ASAT-Werte in Kombination mit erhöhten Alanin-Aminotransferase-Werten (ALAT) deuten auf eine Leberschädigung hin. Ein ASAT/ALAT-Verhältnis > 2 spricht klassischerweise für eine alkoholbedingte Leberschädigung, während ein Verhältnis < 1 eher auf eine Virushepatitis oder eine Fettlebererkrankung hindeutet. ASAT wird auch aus der Skelett- und Herzmuskulatur freigesetzt. Sind die Gesamt-Kreatinkinase (CK) und Myoglobin ebenfalls erhöht, liegt die Ursache eher in der Muskulatur als in der Leber. Bei einer bestehenden Lebererkrankung sollte der Fibrose-Score (FIB-4) zur Bestimmung des Vernarbungsstadiums (Fibrose) herangezogen werden.
Wie häufig sollte ich Aspartat-Aminotransferase testen lassen?
Den meisten Erwachsenen nützt eine jährliche Bestimmung der ASAT im Rahmen der standardmässigen Leberuntersuchung. Bei der Verfolgung einer leberbezogenen Massnahme sollte nach 3 bis 6 Monaten erneut getestet werden, zusammen mit ALAT und GGT.
Routine / Vorsorge: Einmal alle 12 Monate ab dem 30. Lebensjahr im Rahmen eines umfassenden Panels. Häufiger, alle 3 bis 6 Monate, bei bekannter Lebererkrankung, regelmässigem Alkoholkonsum, Fettleber (MASLD) oder Einnahme lebertoxischer Medikamente.
Während einer Intervention oder Veränderung: Testen Sie 3 bis 6 Monate nach einer dauerhaften Lebensstiländerung bei Fettleber erneut, etwa deutlicher Gewichtsverlust (5 bis 10 Prozent des Körpergewichts), weniger Alkohol, besserer Schlaf oder Umstellung auf eine mediterrane Ernährung. Testen Sie 4 bis 6 Wochen nach Beginn eines lebertoxischen Medikaments (Statin, Methotrexat, Isoniazid, bestimmte Antimykotika) erneut, um die Verträglichkeit zu bestätigen. War ein Ergebnis deutlich erhöht, gibt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die Nachkontrolle vor.
Hinweis: Die ASAT steigt bei Muskelschäden ebenso wie bei Leberschäden (intensive Bewegung, Injektionen oder grosse Anstrengung können sie erhöhen). Warten Sie 5 bis 7 Tage normaler Aktivität vor einer erneuten Testung, wenn ein Ergebnis ohne andere Leberzeichen hoch erscheint.
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