Kreatinin
Blasen- und NierengesundheitKreatinin ist ein Abfallprodukt des Muskelstoffwechsels, das von den Nieren gefiltert und über den Urin ausgeschieden wird.
Die Serumwerte bleiben bei normaler Nierenfunktion relativ konstant, wodurch es ein zuverlässiger Marker für die Nierenfiltration ist. Erhöhte Werte deuten auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hin.
Warum das wichtig ist
Da die Kreatininproduktion relativ konstant ist (abhängig von der Muskelmasse), deuten steigende Blutwerte auf eine nachlassende Nierenfunktion hin. Erhöhte Kreatininwerte verursachen oft keine Symptome, bis die Nierenfunktion bereits deutlich eingeschränkt ist. Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht Massnahmen zum Schutz der verbleibenden Nierenfunktion durch Blutdruckkontrolle, Diabetesmanagement und das Vermeiden nierenschädigender Medikamente.
Wie dieser Wert mit anderen zusammenhängt
- Kreatinin ist der wichtigste Marker der Nierenfunktion, wird aber von der Muskelmasse beeinflusst. Daher sollte der Wert stets zusammen mit der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) interpretiert werden. Bei Patienten mit sehr hoher oder sehr niedriger Muskelmasse ist die eGFR abzüglich Cystatin C zu verwenden. Ein erhöhter Kreatininwert in Kombination mit erhöhtem Harnstoff und einem Harnstoff-Kreatinin-Quotienten > 20 deutet auf Dehydratation oder zugrunde liegende Ursachen (Volumenmangel, gastrointestinale Blutung) hin; ein Quotient < 10 spricht für eine Nierenschädigung. Ein Anstieg des Kreatininwerts in Verbindung mit erhöhter Gesamt-Kreatinkinase (CK) und Myoglobin weist auf eine Nierenschädigung durch schweren Muskelabbau (Rhabdomyolyse) hin.
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