Eosinophile (abs.)
ImmunsystemDie absolute Anzahl der Eosinophilen pro Liter Blut.
Eosinophile sind weisse Blutkörperchen, die an der Bekämpfung parasitärer Infektionen und allergischer Reaktionen beteiligt sind. Die absolute Zahl ist klinisch aussagekräftiger als der Prozentsatz, da sie die eosinophile Aktivität unabhängig von der Gesamtzahl der weissen Blutkörperchen widerspiegelt.
Referenzbereich
Quelle: Labor-Benchmark
Referenzbereiche können je nach Labor und Testverfahren variieren. Besprechen Sie Ihre Ergebnisse immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Warum das wichtig ist
Eosinophile sind die spezialisierten Verteidiger Ihres Körpers gegen Parasiten und Moderatoren allergischer Entzündungen. Der optimale Bereich liegt im Allgemeinen unter 4-5%. Erhöhte Spiegel (Eosinophilie) weisen üblicherweise Allergien, Asthma, Ekzeme oder parasitäre Infektionen an. Sehr hohe Werte könnten auf Autoimmunbedingungen oder bestimmte Krebsarten hinweisen.
Eosinophile bei Aktivierung tragen zu Symptomen wie Keuchen, Hautausschlägen und nasaler Überlastung bei. Die Überwachung hilft bei der Beurteilung der Aktivität der allergischen Erkrankungen und des Behandlungsangebots.
Wie dieser Wert mit anderen zusammenhängt
- Eine Eosinophilie (> 0,5 × 10⁹/L) kann auf Atopie/Allergie, Parasiteninfektion, Arzneimittelreaktion, eosinophile gastrointestinale/respiratorische Erkrankungen oder eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA – eine seltene Autoimmunerkrankung der Blutgefäße) hindeuten. Eine ausgeprägte, persistierende Eosinophilie (> 1,5 × 10⁹/L) über mehr als 6 Monate definiert das hypereosinophile Syndrom und erfordert eine Gewebe- und Organuntersuchung. Niedrige Eosinophilenzahlen treten häufig in Verbindung mit erhöhten Cortisolwerten auf (akuter Stress, exogene Steroide).
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