Ferritin
Magen- und DarmgesundheitFerritin ist ein Protein, das Eisen speichert und es bei Bedarf freisetzt.
Ferritinwerte im Blut spiegeln die Eisenspeicher des Körpers wider.
Referenzbereich
Quelle: Ahead Health Benchmark
Referenzbereiche können je nach Labor und Testverfahren variieren. Besprechen Sie Ihre Ergebnisse immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. · LOINC-Code: 2276-4
Warum das wichtig ist
Ferritin liefert ein frühes Signal dafür, ob Ihre Eisenspeicher zu niedrig oder zu hoch sind, noch bevor Symptome auftreten. Niedrige Ferritinwerte weisen meist auf Eisenmangel hin, der sich zu einer Anämie entwickeln und Müdigkeit, Schwäche sowie verringerte Belastbarkeit verursachen kann. Hohe Ferritinwerte können auf Entzündungen, Leberprobleme oder Eisenüberladung hinweisen, was mit der Zeit Organe schädigen kann. Ernährung (eisenreiche Lebensmittel, Vitamin‑C-Zufuhr), Blutverlust (Menstruation, gastrointestinale Blutungen) und Nahrungsergänzungsmittel beeinflussen Ferritin stark.
Die Überwachung hilft, Ungleichgewichte frühzeitig zu erkennen, sodass Sie Ihre Ernährung anpassen, die zugrunde liegenden Ursachen behandeln und Komplikationen vorbeugen können.
Wie dieser Wert mit anderen zusammenhängt
- Niedrige Ferritinwerte bei niedriger Transferrinsättigung und kleinen Erythrozyten (niedriges MCV, niedriger Hämoglobinwert) sind typisch für eine Eisenmangelanämie. Hohe Ferritinwerte bei erhöhter Transferrinsättigung deuten auf eine Eisenüberladung hin; eine persistierende Sättigung von > 45 % bei Männern bzw. > 50 % bei Frauen erfordert eine HFE-Genanalyse zum Ausschluss einer hereditären Hämochromatose (erbliche Eisenüberladungserkrankung) sowie eine Bestimmung des Leber-Eisengehalts (LIC). Hohe Ferritinwerte bei normaler Transferrinsättigung spiegeln häufig eher eine bestehende Entzündung als tatsächliche Eisenspeicher wider – zur Abklärung sollte der hs-CRP-Wert bestimmt werden.
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