Harnsäure
Blasen- und NierengesundheitEin Abfallprodukt aus dem Abbau von Purinen (enthalten in bestimmten Nahrungsmitteln und normalem Zellumsatz).
Erhöhte Werte können zu Gicht (schmerzhafter Gelenkentzündung) und Nierensteinen führen. Anhaltend hohe Werte können auf Stoffwechselstörungen oder verminderte Nierenausscheidung hinweisen.
Referenzbereich
Gicht, Weiblich
Quelle: Labor-Benchmark
Männlich, Gicht
Quelle: Labor-Benchmark
Referenzbereiche können je nach Labor und Testverfahren variieren. Besprechen Sie Ihre Ergebnisse immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. · LOINC-Code: 3084-1
Warum das wichtig ist
Erhöhte Harnsäurespiegel können zu Kristallablagerungen in den Gelenken führen und Gicht mit plötzlichen, schmerzhaften Schwellungen verursachen. Dauerhaft hohe Werte erhöhen zudem das Risiko für Nierensteine. Niedrige Werte sind selten, können aber auf bestimmte Stoffwechsel- oder Nierenerkrankungen hinweisen.
Wie dieser Wert mit anderen zusammenhängt
- Hohe Harnsäure mit schmerzhafter Gelenkentzündung deutet auf Gicht hin (Harnsäurekristalle, die sich in den Gelenken ablagern); anhaltend hohe Werte stehen auch mit einem kardiovaskulären und metabolischen Risiko in Verbindung (korrelieren mit HOMA-Index, Triglyceriden, atherogenem Plasma-Index).
- Erhöhte Harnsäure bei chronischer Nierenerkrankung (niedrige geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR)) spiegelt eine verringerte Clearance wider und trägt zur Gichtinzidenz bei.
- Niedrige Harnsäure bei normaler Nierenfunktion ist in der Regel gutartig und kann auf SIADH (Überschuss an antidiuretischem Hormon) oder das Fanconi-Syndrom (eine Erkrankung der Nierentubuli) hindeuten.
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