VAT-zu-SAT-Verhältnis
StoffwechselDas Verhältnis von viszeralem Fettgewebe zu subkutanem Fettgewebe.
Diese Messung hilft bei der Bewertung von Fettverteilungsmustern, wobei höhere Verhältnisse relativ mehr viszerales Fett anzeigen, das mit einem grösseren Stoffwechselrisiko verbunden ist als subkutanes Fett.
Referenzbereich
Quelle: Ahead Health Benchmark
Referenzbereiche können je nach Labor und Testverfahren variieren. Besprechen Sie Ihre Ergebnisse immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Warum das wichtig ist
Ein hohes Verhältnis bedeutet, dass anteilig mehr gefährliches viszerales Fett vorhanden ist, was das Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch bei normalem Gewicht erhöht. Personen mit hohem Verhältnis («Apfelform») haben ein grösseres Gesundheitsrisiko als diejenigen, die Fett vorwiegend subkutan speichern («Birnenform»), obwohl die Gesamtfettmenge ähnlich ist. Ein hoher Anteil an viszeralem Fett fördert Insulinresistenz, Entzündungen, abnorme Cholesterinwerte und Bluthochdruck, ohne dass offensichtliche Symptome auftreten. Dieses Muster betrifft besonders Männer und Frauen nach der Menopause.
Das Verhältnis hilft zu erklären, warum manche normalgewichtige Personen Diabetes entwickeln, während einige Übergewichtige stoffwechselgesund bleiben.
Wie dieser Wert mit anderen zusammenhängt
- Ein VAT/SAT-Verhältnis von > 0,5 (Männer) bzw. > 0,4 (Frauen) bedeutet, dass sich mehr tiefes Bauchfett (um die Organe herum) als Unterhautfettgewebe befindet – ein Muster, das ein höheres kardiometabolisches Risiko birgt als das Gesamtkörpergewicht allein.
- Ein erhöhtes Verhältnis in Verbindung mit einem hohen HOMA-Index, niedrigem HDL-Cholesterin und einem erhöhten Leberfettanteil (%PDFF) bestätigt das metabolische Syndrom mit Leberbeteiligung.
- Das Verhältnis reagiert besser auf Gewichtsabnahme und Ausdauertraining als auf Ernährungsumstellungen allein.
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