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MännergesundheitPer Bluttest erkennbar

Hypogonadismus

Eine verminderte Produktion des Hormons Testosteron in den Keimdrüsen, die von einer Störung der Hoden selbst oder der steuernden Signale aus dem Gehirn ausgehen kann und Müdigkeit, einen Verlust an Muskelmasse sowie sexuelle Funktionsstörungen verursachen kann. Die Blutuntersuchung weist auf eine Störung der hormonbildenden Drüse oder ihrer Steuerung hin und nicht nur auf einen tiefen Testosteronwert.

Früherkennung ist entscheidend

Unser umfassender Check-up untersucht auf Hypogonadismus und Hunderte weitere Erkrankungen.

Verwandte Biomarker, die wir messen

LH/FSH-Verhältnis

Das LH/FSH-Verhältnis vergleicht die Werte des luteinisierenden Hormons mit dem follikelstimulierenden Hormon, die beide von der Hirnanhangsdrüse produziert werden. Während FSH die Entwicklung der Eizellfollikel in den Eierstöcken anregt, löst LH den Eisprung aus und unterstützt die Progesteronproduktion. Das Verhältnis zwischen diesen Hormonen liefert entscheidende Einblicke in die Eierstockfunktion und Fortpflanzungsgesundheit, die keines der Hormone allein offenbaren kann.

Luteinisierendes Hormon

Das luteinisierende Hormon (LH) wird von der Hirnanhangsdrüse produziert. Bei Frauen löst es den Eisprung aus und unterstützt die Östrogen- und Progesteronproduktion, während es bei Männern die Hoden zur Testosteronproduktion anregt.

FSH, Follitropin

FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) ist ein Hypophysenhormon, das die Eientwicklung in den Eierstöcken und die Spermienproduktion in den Hoden stimuliert. FSH-Werte variieren während des Menstruationszyklus, steigen während des Eisprungs an und erhöhen sich drastisch nach den Wechseljahren, wenn die Eierstöcke nicht mehr reagieren.

Testosteron/Estradiol-Verhältnis (T:E2)

Testosteron und Estradiol stehen im Gleichgewicht. Beim Mann wird laufend ein kleiner Teil des Testosterons durch das Enzym Aromatase in Estradiol umgewandelt, das wichtigste Estrogen. Die Aromatase ist vor allem im Fettgewebe aktiv. Das T:E2-Verhältnis vergleicht beide Hormone und zeigt, wie stark diese Umwandlung läuft. Ein tiefes Verhältnis bedeutet relativ viel Estradiol. Häufige Ursachen sind erhöhtes Körperfett, regelmässiger Alkoholkonsum, ein verlangsamter Abbau in der Leber und eine niedrige Testosteronproduktion. Beim Mann kann dieses Muster zu vermindertem sexuellem Verlangen, erschwertem Muskelaufbau, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Brustdrüsenwachstum beitragen. Ein hohes Verhältnis spricht für zu wenig Estradiol im Verhältnis zum Testosteron. Das ist relevant für Knochendichte, Gelenke und Sexualfunktion, selbst wenn das Testosteron normal aussieht. Körperfett, Alkohol, Schlaf und Training beeinflussen das Verhältnis. Es verbessert sich daher oft mit denselben Gewohnheiten, die auch ein gesundes Testosteron unterstützen. Wir berechnen den Wert aus Testosteron und Estradiol in derselben molaren Einheit (pmol/l). In US-Einheiten (ng/dL geteilt durch pg/mL) angegebene Bereiche liegen rund 9-mal tiefer als Werte auf dieser Skala.

Freier Androgen-Index (FAI)

Der FAI schätzt die Menge des aktiven Testosterons im Blut im Verhältnis zu bindenden Proteinen.

Testosteron, gesamt

Das wichtigste männliche Sexualhormon, verantwortlich für die sexuelle Entwicklung, Spermienproduktion, Muskelmasseerhaltung, Knochendichte und das allgemeine Energieniveau. Niedrige Werte können Müdigkeit, verminderte Libido, erektile Dysfunktion, Muskelabbau und Stimmungsschwankungen verursachen. Ein altersbedingter Rückgang ist normal, aber ein erheblicher Mangel kann eine Supplementierung rechtfertigen.

Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG)

Ein Glykoprotein, das die Hormonbioverfügbarkeit durch Bindung an Sexualhormone im Kreislauf reguliert. SHBG-Werte beeinflussen die Menge aktiver Hormone, die den Geweben zur Verfügung stehen, und können die Stoffwechsel- und Hormongesundheit widerspiegeln.

Freies Testosteron

Der ungebundene, biologisch aktive Anteil des Gesamttestosterons, der mit zellulären Rezeptoren interagieren kann. Dieser Messwert gibt Aufschluss über die androgene Aktivität und beeinflusst Stoffwechsel, Körperzusammensetzung und verschiedene weitere physiologische Funktionen. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Berechnung: Er wird nicht direkt gemessen, sondern anhand von Gesamttestosteron, SHBG und Albumin mittels der Vermeulen-Formel ermittelt. Da die Berechnung das SHBG mitberücksichtigt, gilt freies Testosteron leitliniengemäss als bevorzugter Marker des Androgenstatus, wenn das SHBG verändert ist oder das Gesamttestosteron im unteren Normbereich liegt. Es ist empfindlicher als das Gesamttestosteron beim Nachweis eines männlichen Hypogonadismus sowie eines weiblichen Androgenüberschusses, etwa bei PMOS.

Estradiol (E2)

Das wichtigste aktive Östrogen im Körper. Estradiol wird in den Gonaden (Eierstöcke und Hoden) sowie im Fettgewebe produziert. Es spielt eine zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel, im kardiovaskulären Schutz, in der Gehirnfunktion, der Stimmungsregulation und der reproduktiven Gesundheit. Die Werte schwanken mit dem Menstruationszyklus und sinken in der Menopause deutlich. Niedrige Werte werden mit verminderter Knochendichte, Stimmungsschwankungen und eingeschränkter Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Erhöhte Werte können auf ein hormonelles Ungleichgewicht oder eine erhöhte Aromatase-Aktivität hinweisen.

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