Estradiol (E2)
HormoneAuch bekannt als: oestradiol, 17-beta estradiol, E2 estrogen, female sex hormone
Das wichtigste aktive Östrogen im Körper.
Estradiol wird in den Gonaden (Eierstöcke und Hoden) sowie im Fettgewebe produziert. Es spielt eine zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel, im kardiovaskulären Schutz, in der Gehirnfunktion, der Stimmungsregulation und der reproduktiven Gesundheit. Die Werte schwanken mit dem Menstruationszyklus und sinken in der Menopause deutlich. Niedrige Werte werden mit verminderter Knochendichte, Stimmungsschwankungen und eingeschränkter Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Erhöhte Werte können auf ein hormonelles Ungleichgewicht oder eine erhöhte Aromatase-Aktivität hinweisen.
Referenzbereich
Quelle: Ahead Health Benchmark
Referenzbereiche können je nach Labor und Testverfahren variieren. Besprechen Sie Ihre Ergebnisse immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Warum das wichtig ist
Niedrige Werte gehen mit verminderter Knochendichte, Stimmungsschwankungen, vasomotorischen Symptomen (z. B. Hitzewallungen) und eingeschränkter Fruchtbarkeit einher.
Erhöhte Werte können auf ein hormonelles Ungleichgewicht, eine gesteigerte Aromataseaktivität oder eine Östrogen-produzierende Erkrankung hinweisen. Die Überwachung der Werte unterstützt die Beurteilung der reproduktiven Funktion, des Menopausenstatus und der Hormontherapie.
Wie dieser Wert mit anderen zusammenhängt
- Estradiol wird aus Testosteron mittels Aromatase gebildet. Die Interpretation erfolgt im Zusammenhang mit SHBG (bestimmt die Verfügbarkeit von freiem Estradiol), Testosteron (Substrat) und FSH/LH (Hypophysen-Feedback).
Wie häufig sollte ich Estradiol (E2) testen lassen?
Bei prämenopausalen Frauen wird Estradiol für den Basiswert an Tag 2 bis 5 des Zyklus oder in der mittleren Lutealphase für den zweiten Anstieg bestimmt. Bei postmenopausalen Frauen und Männern ist eine jährliche Bestimmung zusammen mit anderen Hormonen angemessen. Unter Hormonersatztherapie testen Sie 6 bis 12 Wochen nach jeder Dosisänderung erneut.
Routine / Vorsorge: Einmal alle 12 Monate ab dem 35. Lebensjahr, bei prämenopausalen Frauen unter Angabe der Zyklusphase (für den Basiswert typischerweise an Tag 2 bis 5 eines 28-tägigen Zyklus abgenommen). Häufiger während der Perimenopause.
Während einer Intervention oder Veränderung: Testen Sie 6 bis 12 Wochen nach Beginn oder Anpassung einer Hormontherapie (Hormonersatztherapie, orale Kontrazeptiva, Fruchtbarkeitsmedikation) erneut. Die Zyklusphase ist ebenso wichtig wie der Rhythmus, gleichen Sie daher den Zyklustag zwischen den Blutentnahmen für einen sinnvollen Vergleich ab. In der Perimenopause ist mit erheblichen Schwankungen von Zyklus zu Zyklus zu rechnen, die sich erst nach gesicherter Menopause beruhigen.
Hinweis: Bei prämenopausalen Frauen verändert sich das Estradiol über den Zyklus um das Zehnfache. Notieren Sie bei jeder Blutentnahme stets den Zyklustag; für die Trendverfolgung über Zyklen hinweg gleichen Sie die Zyklusphase ab (z. B. Tag 3 gegen Tag 3) mit mindestens einem vollständigen Zyklus zwischen den Entnahmen, oder verwenden Sie postmenopausale Basiswerte für stabile Vergleiche.
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