FRÜHERKENNUNG
Check-up Bluttest beim Hausarzt vs. präventiver Bluttest: Wo liegt der Unterschied?
8. Januar 2026

Geschrieben von
Ferdinand Skaugerum

Überprüft von
Sie verlassen die Arztpraxis nach einem Check-up. Die Rückmeldung war beruhigend: Alles im Normbereich. Und trotzdem fühlen Sie sich müde. Das Gewicht lässt sich schwer regulieren. Oder Sie fragen sich schlicht, ob „normal“ wirklich das Ziel sein sollte. Denn „normal“ bedeutet in der Regel nur eines: Es liegt keine Erkrankung vor, die aktuell behandelt oder medikamentös therapiert werden muss. Das heisst jedoch nicht automatisch, dass Ihr Körper optimal funktioniert.
Während Ihr Hausarzt ein unverzichtbarer Experte für die Behandlung von Krankheiten und akuten Risiken ist, schränkt das Schweizer Grundversicherungssystem (KVG) ein, was bei vermeintlich gesunden Personen getestet werden darf. Dadurch entsteht eine "Präventionslücke". Ahead Health setzt genau hier an: mit erweiterten Bluttests, die mehr Daten liefern, bevor Beschwerden auftreten – als sinnvolle Ergänzung zur klassischen medizinischen Betreuung.
Die Rolle Ihres Hausarztes im Schweizer Gesundheitssystem
Zunächst eine wichtige Klarstellung: Hausärztinnen und Hausärzte in der Schweiz sind hochqualifizierte Fachpersonen der medizinischen Grundversorgung. Bei akuten Schmerzen, Infektionen oder chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck sind sie meist die erste Anlaufstelle. Ihre Stärke liegt in klinischer Erfahrung, Diagnostik und Krankheitsbehandlung.
Hausärzte arbeiten jedoch innerhalb des strengen regulatorischen Rahmens des KVG (Krankenversicherungsgesetz). Dieses Gesetz schreibt vor, dass alle von der Grundversicherung gedeckten Behandlungen die WZW-Kriterien erfüllen müssen: Sie müssen Wirksam, Zweckmässig und Wirtschaftlich sein.
Für eine gesunde Person ohne spezifische Symptome erfüllt ein umfangreiches Blutbild in den Augen der Grundversicherung selten die Kriterien "wirtschaftlich" oder "zweckmässig".
Dies drängt Ihren Hausarzt in eine spezifische Rolle: die des Wächters über die Ressourcen des öffentlichen Gesundheitswesens. Initiativen wie "Smarter Medicine" (Choosing Wisely) leiten Ärzte dazu an, Tests bei symptomfreien Personen zu vermeiden, um falschen Alarm und unnötige Behandlungen zu verhindern.
Während dies für das Gesundheitsmanagement der Bevölkerung wissenschaftlich fundiert ist, schafft es einen Konflikt für den Einzelnen, der seine eigene Biologie proaktiv untersuchen möchte – selbst wenn die statistische Wahrscheinlichkeit einer akuten Krankheit gering ist.
Daher ist die standardmässige Vorsorgeuntersuchung in der Schweiz in den meisten Fällen darauf ausgelegt, Krankheiten zu diagnostizieren – wie fortgeschrittenen Typ-2-Diabetes, schwere Anämie oder symptomatische Herzerkrankungen – und nicht auf Früherkennung und echte Prävention.
Bei Ahead Health arbeiten wir mit unserem Schweizer Ärztebeirat zusammen, um über die vom KVG genehmigten Tests hinauszugehen. So kann sich Ihr Hausarzt auf das konzentrieren, was er am besten kann: Patienten behandeln, die medizinische Versorgung benötigen.
Was kostet ein Bluttest in der Schweiz?
Die Kostenstruktur im Schweizer Gesundheitssystem ist komplex und für viele schwer nachvollziehbar. Wer sich entscheidet, die Einschränkungen der Grundversicherung zu umgehen und einen umfassenden Check-up als Selbstzahlerin oder Selbstzahler durchführen zu lassen, erlebt die Rechnung oft als überraschend hoch.
Um die wahren Kosten zu verstehen, muss man wissen, wie sich die Rechnung zusammensetzt. Im traditionellen System zahlen Sie nicht nur für den Test, sondern auch für die Zeit und die Infrastruktur über das TARMED-Tarifsystem (ab 2026 TARDOC).
1. Die Konsultation (TARMED-Positionen)
Ärzte rechnen ihre Zeit in 5-Minuten-Schritten ab. Eine standardmässige präventive Konsultation umfasst oft eine Anamnese (Krankengeschichte), eine körperliche Untersuchung, die Blutentnahme selbst und einen Folgetermin zur Besprechung der Ergebnisse. Dies summiert sich typischerweise auf 20 bis 30 Minuten ärztliche Zeit.
Bei einem typischen Taxpunktwert (der je nach Kanton variiert) kann allein diese Zeit oft CHF 130 bis CHF 160 kosten.
2. Der administrative Aufwand
Jedes Mal, wenn eine Probe an ein Labor geschickt wird, fällt eine obligatorische eidgenössische "Auftragstaxe" an. Diese deckt die Logistik der Probenhandhabung und Berichterstattung ab. Diese Gebühr beträgt grob CHF 20 bis CHF 30.
3. Die Laboranalyse
Schliesslich gibt es die Kosten für die Analyse selbst, die durch die eidgenössische Analysenliste geregelt sind. Während einige Basis-Tests günstig sind, summieren sich fortschrittliche Marker schnell.
Vitamin D: ~CHF 45.00
Aktives B12: ~CHF 25.00
Hormonprofile: ~CHF 15.00 bis 40.00 pro Hormon
Die Gesamtsumme: Wenn Sie Ihren Hausarzt bitten würden, den "Erweitertern Bluttest" von Ahead Health (über 80 Biomarker) als Selbstzahler zu replizieren, würden allein die Laborkosten je nach Labor leicht CHF 400 bis 500 übersteigen. Wenn Sie die TARMED-Konsultationsgebühren und administrativen Kosten hinzurechnen, ist die Gesamtrechnung oft deutlich höher.
Bei Ahead Health bündeln wir diese Kosten. Indem wir uns speziell auf Prävention konzentrieren und Technologie zur Prozessoptimierung nutzen, bieten wir eine Reihe von Bluttests an – z. B. unseren Erweiterter Bluttest mit über 80 Biomarkern, einschliesslich Blutentnahme, ärztlicher Prüfung, Anamnese sowie einem umfassenden Gesundheitsbericht und Massnahmenplan – für einen Preis von CHF 299.
Sie können den Erweiterter Bluttest auch mit unseren Add-ons ergänzen, z. B. für Omega 3&6, essentielle B-Vitamine oder Hormone (für Männer oder Frauen).
Wie viel kostet eine Blutabnahme im Labor?
Manche Patientinnen und Patienten versuchen, die Kosten für die ärztliche Konsultation zu vermeiden, indem sie direkt in ein Walk-in-Labor oder eine Blutentnahmestelle gehen. Damit spart man zwar den Arzttermin – aber nicht alle Gebühren.
Wenn Sie für eine Blutentnahme in ein privates Labor gehen, werden Ihnen spezifische technische Leistungen in Rechnung gestellt:
Die Entnahmegebühr: Der physische Akt der Blutentnahme ist eine spezifische TARMED-Position, die zwischen CHF 5 und CHF 10 kostet.
Die Auftragstaxe: Wie oben erwähnt, fällt die obligatorische Auftragstaxe von ~CHF 25 für jeden einzelnen Auftrag an, unabhängig davon, ob Sie einen Test oder fünfzig bestellen.
Das heisst: Selbst wenn Sie den Bluttest privat machen und den Arzttermin auslassen, zahlen Sie meist bereits rund CHF 30 bis 35 an „Basisgebühren“, bevor überhaupt ein einziger Wert analysiert wird. Danach bezahlen Sie die einzelnen Marker „à la carte“. Schon ein einfacher Check von drei oder vier Vitaminen kann schnell über CHF 150 kosten.
Zudem werden direkte Laborberichte oft als reine PDF-Daten ohne Kontext oder ärztliche Prüfung geliefert, sodass Sie komplexe Referenzbereiche selbst interpretieren müssen.
Welche 5 Blutwerte sind wichtig?
Wenn Sie über einen Standard-Check-up hinausgehen möchten, lohnt es sich, Marker anzuschauen, die frühe Warnsignale sichtbar machen – nicht nur bestehende Krankheit. Welche Werte für Sie entscheidend sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Alter, Geschlecht, Vorgeschichte und Ziele.
Hier sind fünf Biomarker, die für Früherkennung und Langlebigkeit hilfreich sein können, in Standard-Check-ups aber oft fehlen – ausser es gibt konkrete Symptome oder ein erhöhtes Risiko:
1. Apolipoprotein B (ApoB): Seit Jahrzehnten verlassen wir uns auf LDL-Cholesterin ("schlechtes Cholesterin"), um das Herzrisiko einzuschätzen. LDL ist zwar nützlich, aber eine unvollkommene Messgrösse. Es misst die Konzentration (das Gewicht) des Cholesterins, aber nicht die Anzahl der Partikel, die es transportieren.
Warum das wichtig ist: ApoB liefert eine direkte Zählung der Anzahl atherogener Partikel in Ihrem Blut. Jedes einzelne Partikel, das Ihre Arterien verstopfen kann, trägt genau ein ApoB-Molekül. Sie können ein "normales" LDL, aber ein hohes ApoB haben – ein Zustand, der Ihr Risiko für Herzerkrankungen signifikant erhöht. Wir testen dies standardmässig, da es ein besonders hilfreicher Massstab ist, wo LDL das kardiovaskuläre Risiko unterschätzt.
2. Nüchterninsulin (HOMA-IR): Standardmässige Diabetes-Screenings verlassen sich oft auf Nüchternblutzucker und/oder HbA1c. Dies sind jedoch nachlaufende Indikatoren; sie steigen typischerweise erst an, nachdem Ihre Stoffwechselfunktion bereits seit einiger Zeit beeinträchtigt ist.
Warum das wichtig ist: Wir messen das Nüchterninsulin, um Ihren HOMA-IR-Score zu berechnen, der die Insulinresistenz beurteilt. Dies ist einer der wichtigsten Marker für die Früherkennung von Typ-2-Diabetes. Ihre Glukosewerte können jahrelang normal bleiben, während Ihre Bauchspeicheldrüse auf Hochtouren arbeitet, um massive Mengen an Insulin zu produzieren, um sie dort zu halten. Hohes Nüchterninsulin ist das früheste Warnzeichen einer Stoffwechselstörung und tritt oft ein Jahrzehnt vor dem Typ-2-Diabetes auf.
3. Schilddrüsengesundheit (TSH, freies T3, freies T4): Ein Standard-Check beim Hausarzt endet häufig bei der Messung des Thyreoidea-stimulierenden Hormons (TSH). Während TSH ein nützliches Screening-Tool ist, ist es lediglich das Signal des Gehirns an die Schilddrüse, nicht das aktive Hormon, das Ihre Zellen tatsächlich nutzen.
Warum das wichtig ist: Wir betrachten das Gesamtbild, einschliesslich der aktiven Hormone freies T3 (fT3) und freies T4 (fT4). Sie können "normale" TSH-Werte haben, aber dennoch Schwierigkeiten haben, das inaktive Hormon (T4) in die aktive Form (T3) umzuwandeln, die Ihren Stoffwechsel antreibt. Diese Diskrepanz kann Müdigkeit oder Gewichtsprobleme bei Patienten erklären, deren TSH-Werte im Normbereich liegen.
4. Hochsensitives CRP (hs-CRP): Entzündungen können ein starker Treiber für viele moderne Krankheiten sein, von Herzerkrankungen bis hin zu Stoffwechselstörungen.
Warum das wichtig ist: Standard-CRP-Tests erkennen nur massive Entzündungen (wie eine Infektion). Hochsensitives CRP (hs-CRP) erkennt niedriggradige, chronische Entzündungen – jene Art, die durch Stress, schlechte Ernährung oder viszerales Fett verursacht wird. Es fungiert als Warnleuchte für Ihren Lebensstil und kann vor potenziellen Schäden an Ihren Blutgefässen warnen, bevor ein Herzinfarkt auftritt.
5. Vitamin D: Obwohl es entscheidend für Knochendichte, Immunfunktion und Stimmungsregulierung ist, wird Vitamin D in Standard-Check-ups selten getestet.
Warum das wichtig ist: In der Schweiz weisen fast 50% der Bevölkerung in den Wintermonaten einen Vitamin-D-Mangel auf. Dennoch schränken Versicherungsrichtlinien die Kostenerstattung für Vitamin-D-Tests oft ein. Ihren Spiegel zu kennen, ist der einzige Weg, präzise zu supplementieren. Raten kann dazu führen, dass Sie zu wenig oder zu viel einnehmen.
Welche Blutwerte sollte ich unbedingt untersuchen lassen?
Die fünf Marker oben sind wichtig – aber eine echte präventive Strategie betrachtet den Körper als vernetztes System. Der Erweiterte Bluttest von Ahead Health deckt über 80 gemessene und berechnete Marker ab. Um ein vollständiges Bild zu erhalten, sollten Sie sicherstellen, dass die folgenden Systeme einbezogen sind:
Das Panel für die "stillen Organe"
Ihre Leber und Nieren sind widerstandsfähig; sie beschweren sich selten, bis bereits erheblicher Schaden entstanden ist.
Leberwerte (GGT, ALAT, ASAT): Fettlebererkrankungen werden aufgrund von Zuckerkonsum und ungesunden Ernährungsgewohnheiten auch bei Nicht-Trinkern immer häufiger. GGT ist besonders wichtig als sensibler Marker für Leberstress und Toxinbelastung.
Nierenmarker (Kreatinin, eGFR, Harnstoff): Ihre Nieren fungieren als Kläranlage Ihres Körpers. Kreatinin ist ein gängiger Messwert, kann aber irreführend sein, wenn Sie sehr muskulös sind (falscher Alarm) oder wenig Muskelmasse haben (falsche Sicherheit).
Stoffwechselabfallprodukte (Harnsäure): Hohe Harnsäure – oft mit Gicht verbunden – kann auch ein frühes Warnzeichen für das metabolische Syndrom und kardiovaskuläres Risiko sein und oft Jahre vor dem Blutdruck ansteigen.
Bilirubin: Über die Lebergesundheit hinaus können Bilirubinwerte anzeigen, wie gut Ihr Körper alte Blutzellen abbaut. Leicht erhöhte Bilirubinwerte werden manchmal mit einem besseren kardiovaskulären Schutz in Verbindung gebracht, was diesen Marker nuanciert macht.
Synthesefunktion (Albumin, Gesamtprotein): Dies misst die Fähigkeit Ihrer Leber, Dinge zu bauen. Albumin transportiert Hormone und Vitamine durch Ihren Körper; wenn es niedrig ist, ist das Transportsystem Ihres Körpers beeinträchtigt.
Der Stoffwechsel-Motor
HbA1c (Langzeitblutzucker): Ein Standard-Check misst oft den Nüchternblutzucker. Das ist eine Momentaufnahme. HbA1c ist wie eine Zeitmaschine; es zeigt Ihre durchschnittlichen Blutzuckerwerte der letzten 3 Monate. Es ist der Goldstandard zur Erkennung von Stoffwechselproblemen und "Prädiabetes".
Laktatdehydrogenase (LDH): LDH ist ein allgemeiner Marker für Gewebestress und Energieumsatz. Erhöhte Werte bei einer gesunden Person können auf versteckte Gewebeschäden oder intensiven Erholungsbedarf nach dem Sport hinweisen.
Herz-Kreislauf und Lipide
Vollständiges Lipidprofil: Cholesterin, LDL, HDL und Triglyceride bleiben wichtige Marker zur Bestimmung des kardiovaskulären Risikos.
Hämatologie (Blutgesundheit):
Grosses Blutbild: Der "Systemcheck" Ihres Blutes. Es geht über Anämie hinaus und kann versteckte chronische Infektionen und Nährstoffaufnahme-Probleme aufdecken.
Erythrozyten-Indizes (MCV, MCH, MCHC, RDW): Diese Werte verraten uns die Qualität Ihrer roten Blutkörperchen. Ein hohes MCV kann auf B12/Folsäure-Probleme hinweisen, während ein niedriges MCV auf Eisenmangel hindeutet – so finden wir die Ursache für Müdigkeit.
Umfassendes Eisenpanel
Ferritin (Eisenspeicher): Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für Anämie, was oft zu unerklärlicher und anhaltender Müdigkeit führt, besonders bei Frauen. Ferritin misst Ihre gespeicherten Eisenreserven. Sie können normales Hämoglobin, aber niedriges Ferritin haben, was zu Haarausfall, Müdigkeit und "Brain Fog" führt. Umgekehrt kann hohes Ferritin auf Entzündungen oder Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) hinweisen.
Immun- und Entzündungsmarker
Differenzialblutbild: Dies schlüsselt Ihr Immunsystem in wichtige Komponenten auf (Neutrophile, Lymphozyten, Monozyten, Eosinophile und Basophile). Es hilft, Ihre Immunstärke zu messen und zwischen viraler Abwehr, bakteriellem Kampf oder stillen chronischen Allergien zu unterscheiden.
Erweiterte Elektrolyte und Mineralien: Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphat sind essenziell. Selbst geringfügige Ungleichgewichte können Ihre tägliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und zu Müdigkeit, Krämpfen oder Herzrhythmusstörungen führen. Magnesium verdient besondere Aufmerksamkeit, da es durch Stress häufig verbraucht wird, aber in Standard-Check-ups selten gemessen wird.
Bauchspeicheldrüsen-Enzyme
Amylase und Lipase: Die Überwachung dieser Enzyme hilft sicherzustellen, dass Ihre Verdauung effizient ist und prüft auf geringgradigen Pankreas-Stress.
Tiefer gehen: Die Marker, die bestimmen, wie Sie sich fühlen
Jenseits der Organe gibt es eine Ebene der Chemie, die Ihr tägliches Erleben bestimmt – Ihre Energie, Ihre Stimmung und Ihren Fokus. Ein umfassender Check-up sollte tiefer in diese Vitalitätstreiber blicken. Bei Ahead Health bieten wir Add-ons für B-Vitamine, Hormone und Fettsäuren an.
Der B-Vitamin-Komplex (Energie und Methylierung)
Sie sind auf Vitamin B12 angewiesen, um gesunde rote Blutkörperchen zu bilden und Ihr Nervensystem am Laufen zu halten. Wir messen Vitamin B12 (Cobalamin), um sicherzustellen, dass Ihre Werte für diese kritischen Funktionen ausreichen. Obwohl oft im Kontext pflanzlicher Ernährung diskutiert, wird die B12-Absorption mit zunehmendem Alter natürlich weniger effizient. Daher ist die Überwachung Ihres Basiswerts unabhängig von Ihrer Ernährung essenziell.
Warum der Kontext zählt: Wir prüfen auch Folsäure (Vitamin B9). Zusammen mit B12 ist es entscheidend für die "Methylierung", einen Prozess, der DNA repariert und Neurotransmitter produziert. Mängel hier können Anämie verursachen und sind auch mit Depressionen, kognitivem Abbau und chronischer Müdigkeit verbunden. Indem wir beide Aspekte betrachten, können wir Ihnen helfen, sich ein klareres Bild von Ihrem Energiestoffwechsel zu machen.
Das Hormonpanel (Antrieb und Balance)
Hormone sind chemische Botenstoffe, die Ihrem Körper mitteilen, ob er Muskeln aufbauen, Fett speichern oder schlafen soll. Zusätzlich zu TSH, T3 und T4, die in unserem erweiterten Bluttest enthalten sind, bietet Ahead Health auch einen Hormonbluttest für Männer und Frauen an, der einen tieferen Einblick in Ihren Hormonspiegel gibt:
Testosteron (gesamt und frei): Testosteron ist sowohl für Männer als auch für Frauen lebenswichtig und beeinflusst die Muskelmasse, die Knochendichte und die Motivation. Wir messen freies Testosteron, da es den bioaktiven Anteil darstellt, der Ihren Zellen tatsächlich zur Verfügung steht und der auch dann niedrig sein kann, wenn das „Gesamt-Testosteron” normal erscheint. Wenn Sie Ihren Ausgangswert kennen, können Sie Ihren Lebensstil ändern (z. B. Schlaf und Krafttraining), bevor der Wert so weit absinkt, dass eine medizinische Therapie erforderlich wird.
Estradiol (E2): Ein primäres Östrogen, das für die Knochengesundheit, die Gehirnfunktion und den Schutz des Herz-Kreislauf-Systems von entscheidender Bedeutung ist. Bei Männern hilft es, das Testosteron auszugleichen, bei Frauen reguliert es den Menstruationszyklus und die Stimmung. Abweichungen hier sind oft mit Müdigkeit und Stoffwechselveränderungen verbunden.
Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEAS): DHEAS wird von den Nebennieren produziert und ist eine Vorstufe für die Bildung anderer Sexualhormone. Es dient als wichtiger Indikator für die Nebennierenfunktion und die „physiologische Reserve“ und nimmt häufig bei chronischem Stress und zunehmendem Alter ab.
Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG): Dieses Protein transportiert Hormone im Blut, macht sie jedoch inaktiv, während sie gebunden sind. Die Messung des SHBG ist entscheidend für den Kontext: Ein hoher SHBG-Spiegel kann Ihr Testosteron „einfangen” und trotz normaler Gesamt-Testosteronwerte zu Mangelerscheinungen führen.
Unser Hormontest für Frauen umfasst auch Follitropin, Lutropin und Progesteron. Bei Ahead Health testen wir diese Werte bei Frauen in erster Linie aufgrund ihrer klinischen Relevanz. Bei Frauen folgen diese Marker einem vorhersehbaren Zyklus, der spezifische Fragen zur Fruchtbarkeit und Menopause beantwortet. Bei Männern sind sie im Allgemeinen stabil und werden nur getestet, wenn zuvor ein primäres Problem (wie niedriger Testosteronspiegel oder Unfruchtbarkeit) festgestellt wurde.
Follitropin (FSH) & Lutropin (LH): Dies sind die Befehlssignale, die vom Gehirn (Hypophyse) an die Eierstöcke gesendet werden. Durch ihre Untersuchung lässt sich feststellen, ob ein hormonelles Ungleichgewicht durch die Fortpflanzungsorgane selbst oder durch das Kontrollzentrum im Gehirn verursacht wird.
Progesteron: Oft als „beruhigendes Hormon” bezeichnet, spielt es eine wichtige Rolle für die Schlafqualität und Stimmungsstabilisierung bei Frauen. Es ist häufig das erste Hormon, das in Zeiten von hohem Stress oder in den Wechseljahren abnimmt.
Der Omega-3-Index (Entzündungskontrolle)
Wir hören oft, dass „Fette schlecht sind“, aber entscheidend ist die Art des Fettes. Die moderne westliche Ernährung ist unglaublich reich an Omega-6-Fettsäuren (die in Samenölen und verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind) und arm an Omega-3-Fettsäuren (die in Fisch enthalten sind).
Das Verhältnis: Dieses Ungleichgewicht führt zu chronischen Entzündungen. Wir testen Ihr Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3. Ein hohes Verhältnis ist ein starker Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurologische Probleme. Im Gegensatz zu Cholesterin, das weitgehend genetisch bedingt ist, handelt es sich hierbei um einen Marker, den Sie mit Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln schnell verbessern können. Allerdings benötigen Sie einen Ausgangspunkt, um zu wissen, wie Sie diese Werte verbessern können (Bishehkolaei M, Pathak Y, 2024).
Vergleich: Ahead Health vs. Standard-Blutcheck
Um genau zu klären, was Sie erhalten, hilft ein Blick auf die MediX-Richtlinien, denen viele Schweizer Hausärzte folgen. Diese sind darauf ausgelegt, für die Bevölkerung kosteneffizient zu sein. Ein Test gilt oft als "unnötig", wenn die statistische Wahrscheinlichkeit, eine schwere Krankheit zu finden, gering ist.
Die "Nicht testen"-Liste von MediX
Für eine symptomfreie Person empfehlen die Richtlinien explizit gegen das Screening vieler Marker, die für Prävention und Langlebigkeit beliebt sind:
Vitamin D: „Nicht als Vorsorgeuntersuchung empfohlen“, es sei denn, Sie gehören zu einer Risikogruppe (z. B. bei schwerer Osteoporose).
Warum? Da ein Mangel so häufig auftritt (ca. 50 %), empfiehlt die Eidgenössische Ernährungskommission (EEK), dass es kostengünstiger ist, eine allgemeine Tagesdosis von 600–800 IE Vitamin D für alle Erwachsenen zu empfehlen, anstatt Tests zu bezahlen. Eine blinde Supplementierung ist jedoch mit Spekulationen verbunden. Tests ermöglichen eine präzise Dosierung und stellen sicher, dass Sie genug einnehmen, um den Zielwert zu erreichen, ohne eine Toxizität zu riskieren.
Vitamin B12: „Nicht als Screening empfohlen“, wenn kein konkreter Verdacht auf einen Mangel besteht.
Warum? Die Richtlinien besagen, dass „Müdigkeit“ allein kein gültiger Indikator für die Messung von Vitamin B12 ist. Bei Ahead Health betrachten wir aktives B12 und messen es in Kombination mit B9 und anderen Markern, um ein umfassenderes Bild zu erhalten.
Testosteron: „Nur sehr zurückhaltend anwenden.“ Nur empfohlen, wenn klinische Anzeichen für Hypogonadismus (klinischer Mangel) vorliegen.
Warum? Die Richtlinien besagen, dass von Routineuntersuchungen abgeraten wird, da der „langfristige Nutzen und die Sicherheit einer Substitutionstherapie” bei altersbedingtem Rückgang (altersbedingter Hypogonadismus) nicht nachgewiesen sind. Bei Ahead Health betrachten wir Testosteron nicht zum Zwecke der Substitution, sondern um zu sehen, wie der Testosteronspiegel in Kombination mit anderen Werten bestimmte Symptome erklären kann und welche Änderungen des Lebensstils dazu beitragen könnten, medizinische Eingriffe zu vermeiden.
Cholesterin: Nicht empfohlen für Männer unter 40 oder Frauen unter 50, es sei denn, es liegen andere Risikofaktoren vor.
Warum? Vorsorgeuntersuchungen außerhalb dieser Altersgruppen (oder über 75 Jahre) werden in den Richtlinien als „unnötige Laboruntersuchungen” eingestuft, da die Wahrscheinlichkeit, dass eine behandlungsbedürftige Erkrankung festgestellt wird, als zu gering angesehen wird, um die Kosten für das öffentliche Gesundheitssystem zu rechtfertigen. Als Privatperson müssen Sie nicht darauf warten, dass die Grundversicherung dies übernimmt, und können früher Maßnahmen ergreifen.
Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH): Eine Routineuntersuchung wird ohne Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung nicht empfohlen.
Warum? Die Leitlinien betonen, dass Tests ohne klare Hypothese zu falsch positiven Ergebnissen und unnötigen Folgekosten führen. Wir bei Ahead Health sind der Meinung, dass die Untersuchung des TSH-Wertes – idealerweise in Kombination mit T3 und T4 – dazu beitragen kann, eine möglicherweise schlechte Hormonumwandlung oder eine suboptimale Funktion zu erkennen, noch bevor sie sich zu einem Zustand entwickelt, der eine lebenslange Medikamenteneinnahme erforderlich macht.
Der Ansatz von Ahead Health: Optimierung statt Limitierung
Hausärztinnen und Hausärzte folgen diesen Regeln, weil sie auch Verantwortung für die Gesamtkosten des Systems tragen. Würde jede Person auf alles getestet, würden die Prämien steigen. Für die öffentliche Gesundheit ist das ein verantwortungsvoller Ansatz.
Aber: Sie sind ein Individuum, keine Bevölkerungsstatistik.
Wenn Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel kennen wollen, um Ihre Immunität im Winter zu optimieren, fallen Sie aus den WZW-Kriterien der Grundversicherung. Bei Ahead Health bedienen wir diejenigen, die von "nicht krank" zu "optimal" wechseln wollen. Wir bieten diese Tests nicht an, weil wir vermuten, dass Sie krank sind, sondern weil wir glauben, dass die Optimierung dieser Werte Ihre Lebensqualität tiefgreifend beeinflussen kann.
Merkmal | Standard KVG-Check-up (Medix) | Ahead Health Erweiterter Bluttest |
|---|---|---|
Philosophie | WZW-Kriterien. Fokus auf Akuterkrankungen und Kosteneffizienz für die Bevölkerung. | Optimierung. Mehr Daten sammeln, um frühe Trends zu erkennen und Funktionen zu verbessern. |
Biomarker-Tiefe | Basis (~15 bis 20 Marker). Typischerweise Glukose, Gesamtcholesterin, kleines Blutbild, evtl. Leberwerte. | Erweitert (81 Marker). Inklusive ApoB, Insulin, Ferritin, Vitamin D, Mineralien, hs-CRP, volle Organ-Panels. |
Schilddrüse | Ausgeschlossen. TSH wird ohne Symptome meist nicht getestet. | Inklusive. Volles Panel (TSH, T3, T4). |
Vitamine | Ausgeschlossen. Vitamin D generell nicht getestet. | Inklusive. Vitamin D, Folsäure, Eisen (Ferritin). |
Ergebnisse | Analog. Meist Papierausdruck oder PDF, oft zweiter Besuch nötig. Fokus auf "Referenzbereiche". | Digital. Interaktives Dashboard, Trendanalysen, Fokus auf "Optimale Bereiche" vs. "Normbereiche". |
Preistransparenz | Niedrig. Komplexe TARMED/TARDOC-Abrechnungen. Endkosten oft unbekannt bis Rechnung kommt. | Hoch. Fixer Paketpreis (CHF 299). Keine versteckten Gebühren. |
Warum "Normal" nicht genug ist
Der fundamentale Unterschied liegt in der Definition von Erfolg. Für einen Hausarzt unter KVG-Richtlinien ist ein Erfolg oft ein Patient, der "stabil" ist und keine akute Intervention benötigt. Nehmen wir Typ-2-Diabetes:
Der Check-up-Test beim Hausarzt: Misst den Nüchternblutzucker und möglicherweise HbA1c anhand eines diagnostischen Referenzbereichs. Wenn der Wert im Normbereich liegt, erfüllen Sie derzeit nicht die Kriterien für eine Diabetesdiagnose.
Der Ahead-Test: Misst die Stoffwechselfunktion anhand präventiver Zielwerte. Wir untersuchen HbA1c und Nüchterninsulin, um festzustellen, ob Ihr Körper Schwierigkeiten hat, einen „normalen” Glukosespiegel aufrechtzuerhalten. Ein Wert kann klinisch „normal” sein, aber dennoch auf eine zukünftige Erkrankung hindeuten. Unser Ziel ist eine optimale Stabilität, nicht nur das Ausbleiben einer Diagnose.
Was das für Ihre Zukunft bedeutet
Das Schweizer Gesundheitssystem ist darauf ausgelegt, Sie aufzufangen, wenn Sie stürzen. Es ist ein ausgezeichnetes Sicherheitsnetz, und Ihr Hausarzt ist der Experte, der dieses Netz auswirft. Aber Sie sollten nicht warten müssen, bis Sie stürzen, um Ihre Gesundheit zu verstehen.
Bei Vorsorgeuntersuchungen geht es darum, Ihre Denkweise von „Bin ich krank?“ zu „Wie gut funktioniere ich?“ zu verändern. Durch die Verfolgung fortschrittlicher Biomarker wie ApoB und Insulin erhalten Sie die Möglichkeit, heute kleine Anpassungen an Ihrem Lebensstil vorzunehmen, die sich in zwanzig oder dreissig Jahren möglicherweise auszahlen werden.
Wir verstehen uns als Partner Ihres Hausarztes. Wir liefern die detaillierten Daten, die er im Rahmen der Grundversicherung oft nicht anfordern kann, und profitieren von Skaleneffekten, wenn wir die Ergebnisse in einem digitalen, interaktiven und umsetzbaren Gesundheitsbericht liefern. Wenn Sie Ihren nächsten Arzttermin mit einem Ahead Health-Bericht wahrnehmen, geben Sie Ihrem Hausarzt eine hochauflösende Übersicht über Ihre Gesundheit an die Hand, die ein wesentlich produktiveres Gespräch über Ihr langfristiges Wohlbefinden ermöglicht.
Nehmen Sie Ihre Daten in die Hand
Das Schweizer Gesundheitssystem ist ein exzellentes Sicherheitsnetz, das Sie auffängt, wenn Sie fallen. Aber Sie sollten nicht warten müssen, bis Sie fallen, um Ihre Gesundheit zu verstehen.
Präventives Testen bedeutet, die Denkweise von "Bin ich krank?" zu "Wie gut funktioniere ich?" zu ändern.
Bereit, das ganze Bild zu sehen?
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Buchen Sie Ihren Check-up bei Ahead Health
Wichtig: Unser Bericht versorgt Sie zwar mit Daten, ersetzt jedoch nicht Ihren Arzt. Wenn unser medizinisches Prüfungsteam kritische Werte feststellt, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordern, werden wir Sie ausdrücklich dazu anhalten, sich zur weiteren Behandlung an Ihren Hausarzt oder einen Facharzt zu wenden.
Hinweis: Während die Grundversicherung (KVG) präventive Untersuchungen ohne Symptome in der Regel nicht abdeckt, können einige Zusatzversicherungen einen Teil der Kosten für Vorsorgeuntersuchungen erstatten. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Police auf Leistungen im Bereich „Prävention” oder „Gesundheitskonto” zu überprüfen, und stellen Ihnen gerne eine Pro-forma-Rechnung zur Verfügung, damit Sie überprüfen können, ob Ihre Zusatzversicherung einen Teil der Kosten übernimmt.





